Empfangen geht, Senden nicht¶
Du bist im Urlaub, im Hotel oder unterwegs. E-Mails kommen an, aber nichts geht raus. Das ist einer der häufigsten Fälle überhaupt, und er hat fast immer dieselbe Ursache.
Das Netz, in dem du gerade bist, sperrt den Versandweg. Nicht dein Konto, nicht unser Server, sondern das Netz dazwischen.
Die Lösung in vier Schritten¶
- In deinem Mailprogramm die Kontoeinstellungen öffnen
- Zum Postausgangsserver wechseln
- Den Port auf 587 stellen, Verschlüsselung auf STARTTLS
- Prüfen, dass die Anmeldung aktiviert ist, mit der vollständigen Adresse als Benutzername
Klappt 587 nicht, probier 465 mit SSL/TLS. Beide funktionieren bei uns.
Diese Einstellung darf dauerhaft bleiben
Stell das nicht nur für die Reise um. Port 587 funktioniert auch zu Hause und im Büro einwandfrei und ist ohnehin der richtige Weg.
Wer es einmal einstellt, hat auf der nächsten Reise gar kein Problem mehr.
Die genauen Werte für dein Postfach¶
Die zeigt dir das cPanel selbst: unter E-Mail Konten beim Postfach auf E-Mail-Client konfigurieren klicken. Dort stehen Server, Ports und Verschlüsselung, oft samt fertiger Einrichtungsdatei.
→ E-Mail-Einstellungen im Überblick
Wenn es danach immer noch nicht geht¶
Teste den Versand im Webmail. Das ist der entscheidende Test, weil er das Mailprogramm umgeht:
| Ergebnis | Bedeutung |
|---|---|
| Im Webmail geht es | Es liegt am Mailprogramm oder am Netz, geh die Einstellungen oben noch einmal durch |
| Im Webmail geht es auch nicht | Dann liegt es am Postfach selbst, etwa an einem falschen Passwort oder einer Sperre |
Nutzt du ein VPN oder ein Firmennetz? Manche davon leiten allen Verkehr um und sperren dabei mehr, als sie sollten. Schalte es testweise ab.
Bist du in einem Firmennetz? Dort sind gelegentlich auch 465 und 587 gesperrt. Dann bleibt nur der Weg über das Webmail.
Warum ist das so?¶
Ein „Port“ ist so etwas wie die Türnummer, über die dein Mailprogramm mit dem Server spricht. Tür 25 ist die älteste — und weil früher darüber massenhaft Spam verschickt wurde, sperren viele Netze sie heute grundsätzlich: Hotels, WLAN in Cafés, Mobilfunknetze im Ausland, Firmennetze.
Gesperrt wird dabei nicht dein Konto und nicht unser Server, sondern die Tür auf dem Weg dorthin. Deshalb funktioniert das Empfangen weiterhin — dafür wird eine andere Tür benutzt.
Die Türen 465 und 587 sind ausdrücklich für den Versand aus Mailprogrammen gedacht, verlangen eine Anmeldung und sind verschlüsselt. Sie werden deshalb praktisch nirgends gesperrt.
Für Experten
- 587 ist der Submission-Port (RFC 6409) mit STARTTLS, 465 ist implizites TLS.
Beide verlangen
AUTH; funktional gibt es keinen Unterschied, 465 ist gegen STARTTLS-Downgrade robuster. - Port 25 bleibt der Weg zwischen Mailservern — er gehört nicht in ein Mailprogramm.
- Blockiert ein Netz auch 465 und 587 (in Firmennetzen möglich), hilft nur der Weg über das Webmail oder ein VPN in ein Netz ohne diese Beschränkung.