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E-Mails weiterleiten

cPanel: Weiterleitungen

In cPanel gibt es zwei Arten von Weiterleitungen. Beide findest du unter E-Mail → Weiterleitungen.

Kurz gesagt:

  • Weiterleitung hinzufügen = eine einzelne Adresse (z. B. info@…) weiterleiten
  • Domainweiterleitung hinzufügen = alle Adressen einer Domain weiterleiten (*@alte-domain.de → *@neue-domain.de)

Im cPanel: E-Mail → Weiterleitungen — cPanel öffnen

1) Weiterleitung hinzufügen (für eine Adresse)

Das ist die klassische Weiterleitung („Forwarder“): Eine bestimmte Adresse leitet an eine andere Adresse weiter.

Beispiele:

  • info@deine-domain.de → max@zieladresse.de
  • kontakt@deine-domain.de → agentur@zieladresse.de

Schritt-für-Schritt

  1. cPanel öffnen → E-Mail → Weiterleitungen
  2. Weiterleitung hinzufügen
  3. Ausfüllen:
  4. Adresse: z. B. info
  5. Domain: z. B. deine-domain.de
  6. Ziel: vollständige Zieladresse (z. B. max@zieladresse.de)
  7. Speichern

Mehrere Empfänger

Lege einfach mehrere Weiterleitungen für die gleiche Adresse an:

  • info@deine-domain.de → a@zieladresse.de
  • info@deine-domain.de → b@zieladresse.de

Weiterleitung und Postfach gleichzeitig

Wenn du auch ein Postfach behalten willst, musst du beides anlegen:


2) Domainweiterleitung hinzufügen (für alle Adressen einer Domain)

Die „Domainweiterleitung“ (Domain Forwarder) leitet alle Adressen einer Domain auf eine andere Domain um.

Beispiel:

  • alles @alte-domain.de → wird zu @neue-domain.de

Das kann praktisch sein, wenn du eine Domain umziehst. Es kann aber auch unerwünschte Effekte haben (Loops, Spam, unerwartete Ziele).

Schritt-für-Schritt

  1. cPanel öffnen → E-Mail → Weiterleitungen
  2. Domainweiterleitung hinzufügen
  3. Ausfüllen:
  4. Domain: z. B. alte-domain.de
  5. Zieldomain: z. B. neue-domain.de
  6. Speichern

Wichtig

Eine Domainweiterleitung ist nicht das gleiche wie „Catch-All“. Wenn du nur möchtest, dass unbekannte Adressen (z. B. irgendwas@…) an ein Postfach gehen, nutze stattdessen: Catch-All / Standardadresse


Bevor du eine Weiterleitung einrichtest

Weiterleitungen sind bequem, haben aber eine Nebenwirkung, die viele überrascht.

Du leitest auch den Spam weiter

Eine Weiterleitung reicht alles durch, was ankommt. Für den Empfänger, also Gmail oder Outlook, bist dabei du der Absender. Landet darunter Spam, färbt das auf den Ruf deiner Adresse ab, obwohl du die Nachrichten nie geschrieben hast.

Dazu kommt: Bei einer Weiterleitung geht der Nachweis verloren, dass die Nachricht vom ursprünglichen Absender stammt. Manche Anbieter stufen weitergeleitete Post deshalb grundsätzlich strenger ein und sortieren sie in den Spamordner.

Und es trifft nicht nur dich. Weitergeleiteter Spam verlässt unseren Mailserver als neuer Versand. Für GMX, web.de oder Gmail sind damit wir der Absender dieses Spams, nicht der ursprüngliche Versender. Kommt genug davon zusammen, stufen diese Anbieter unseren Server schlechter ein — und dann haben auch alle anderen Kunden auf demselben Server Schwierigkeiten, ihre Post dorthin zuzustellen. Deshalb ist uns dieser Punkt wichtig, und deshalb bitten wir dich, die folgende Alternative zu prüfen.

Die bessere Lösung in den meisten Fällen: Richte das Postfach direkt in deinem Mailprogramm oder auf dem Handy ein, statt es weiterzuleiten. Du siehst dieselben Nachrichten, ohne dass ein zweiter Anbieter sie beurteilt.

Das gilt auch, wenn du am liebsten in Gmail oder Outlook liest. Lass diese Dienste dein Postfach abrufen, statt dorthin weiterzuleiten. Beim Abrufen verlässt keine Nachricht deinen Server als neuer Versand, und der Filter greift trotzdem. Siehe Gmail einrichten. Siehe E-Mail-Einstellungen.

Wenn eine Weiterleitung sein muss, sorge dafür, dass davor gefiltert wird. Mit dem Spamfilter kommt deutlich weniger Unerwünschtes überhaupt an.

Davon raten wir dringend ab: Standardadresse weiterleiten

Die Kombination aus Catch-All und Weiterleitung ist die schädlichste Einstellung im gesamten Mailbereich. Dein Server nimmt dann Post an jede erdenkliche Adresse an und schickt sie unter deinem Namen weiter. Das kostet den Ruf deiner Domain, erzeugt Rückläufer an gefälschte Absender und trifft am Ende auch alle anderen Kunden auf demselben Server.

Bitte richte das nicht ein. Leite ausschließlich einzelne, tatsächlich existierende Adressen weiter. Wenn du unsicher bist, ob deine Einstellung in Ordnung ist, frag uns lieber einmal zu viel.

Typische Stolperfallen

  • Weiterleitungsschleifen (Loops) Passiert z. B. wenn Quelle und Ziel am Ende wieder bei derselben Mailroute landen. Dann kommen Mails gar nicht an oder du bekommst Fehlermeldungen.

  • Weiterleitung an Gmail kommt nicht an Gmail sortiert Weiterleitungen gern aggressiv. Teste zum Gegenchecken einen anderen Empfänger und prüfe DNS (SPF/DKIM/DMARC).

  • Mails kommen grundsätzlich nicht an Erst prüfen: Webmail-Test + ggf. Spamfilter/Quarantäne.

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