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Hinweis

Dieses Helpcenter befindet sich noch im Aufbau. Einige Themen fehlen noch oder werden aktuell überarbeitet.

Wenn dir etwas fehlt oder eine Formulierung unklar ist, sag uns bitte kurz Bescheid. Am hilfreichsten ist der Link zur Seite und ein Beispiel, was du erreichen möchtest.

Weiterführend: Wo finde ich was? · Ich habe keinen Zugang · Zugänge absichern

Phishing erkennen und richtig reagieren

Phishing-Mails sehen echt aus: richtiges Logo, vertraute Formulierungen, dazu ein dringender Ton — „Ihr Konto wird gesperrt“, „letzte Mahnung“, „Speicherplatz voll“. Das Ziel ist immer dasselbe: Du sollst auf einen Link klicken und dort deine Zugangsdaten eingeben.

Die gute Nachricht: Fast jede dieser Mails verrät sich, wenn man an zwei Stellen genauer hinsieht. Diese Seite zeigt beide.

Schritt 1: Die echte Absenderadresse ansehen

Das ist die wirksamste Einzelprüfung — und die, die fast niemand macht.

Mailprogramme zeigen standardmäßig nur den Anzeigenamen, nicht die Adresse dahinter. Und dieser Name ist frei wählbar: Jeder kann sich „Serverprofis Support“, „PayPal“ oder „Ihre Sparkasse“ nennen. Erst die Adresse zeigt, wer wirklich geschrieben hat.

So kommst du an die echte Adresse:

Programm So geht’s
Outlook Auf den Absendernamen klicken — die Adresse erscheint. Oder Rechtsklick → Outlook-Eigenschaften
Apple Mail (Mac) Auf das kleine Dreieck neben dem Namen klicken
iPhone / iPad Auf den Absendernamen tippen — die vollständige Adresse klappt auf
Thunderbird Die Adresse steht direkt neben dem Namen; sonst über Ansicht → Nachrichtenkopf → Alle
Webmail (Roundcube) Mit der Maus über den Namen fahren, die Adresse wird eingeblendet

Und dann genau lesen — von hinten. Entscheidend ist der Teil unmittelbar vor dem ersten Schrägstrich beziehungsweise nach dem letzten Punkt:

Adresse Urteil
service@serverprofis.de in Ordnung
service@serverprofis.de.sicherheit-check.ru gefälscht — die eigentliche Domain ist sicherheit-check.ru
service@serverprofis-de.com gefälscht — Bindestrich statt Punkt
service@serverpr0fis.de gefälscht — Null statt „o“
noreply@amazon-sicherheit.net gefälscht — echte Absender nutzen ihre Hauptdomain

Auch eine echte Adresse ist kein Beweis

Absenderadressen lassen sich fälschen — genauso wie der Absender auf einem Briefumschlag. Eine korrekt aussehende Adresse heißt also nicht automatisch „echt“. Sie ist ein erstes Sieb, kein Beweis. Deshalb kommt Schritt 2 dazu.

Sicherheit bringen nur die Kopfzeilen der Nachricht. Dort steht, ob der Absender wirklich senden durfte. Wie du sie anzeigst und was darin steht, erklärt E-Mail-Kopfzeilen anzeigen und lesen.

  • Am Rechner: mit der Maus über den Link fahren, ohne zu klicken. Unten links im Browser oder als kleines Feld erscheint die tatsächliche Zieladresse.
  • Am Handy: den Link lange gedrückt halten (nicht antippen). Es öffnet sich ein Menü mit der vollständigen Adresse.

Auch hier gilt: Lies die Adresse von hinten. Alles vor dem ersten einzelnen Schrägstrich gehört zum Ziel — was danach kommt, kann beliebig gestaltet sein:

https://serverprofis.de.login-sicherheit.xyz/kundenportal/anmelden
                        └──────────────┬──────────────┘
                        das ist das echte Ziel: login-sicherheit.xyz

Verkürzte Links und QR-Codes

Bei bit.ly, t.co oder einem QR-Code lässt sich das Ziel vorher gar nicht sehen. In einer Mail, die nach Zugangsdaten fragt, haben beide nichts verloren — Finger weg.

Weitere Warnzeichen

  • Zeitdruck und Drohung. „Innerhalb von 24 Stunden“, „letzte Chance“, „Konto wird gelöscht“. Kein seriöser Anbieter arbeitet so. Der Druck soll verhindern, dass du nachdenkst.
  • Unpersönliche Anrede: „Sehr geehrter Kunde“, obwohl dein Name bekannt sein müsste. Achtung: Gute Fälschungen kennen deinen Namen durchaus, etwa aus einem Datenleck.
  • Sprache und Aufbau. Holprige Formulierungen, falsche Umlaute, seltsame Zeilenumbrüche. Aber: Fälschungen sind inzwischen oft fehlerfrei — gutes Deutsch ist kein Echtheitsbeweis.
  • Unerwarteter Anhang, besonders .zip, .html, .htm oder Office-Dateien mit „Rechnung“ oder „Sicherheitshinweis“ im Namen. Eine HTML-Datei im Anhang ist praktisch immer eine gefälschte Anmeldeseite.
  • Aufforderungen, die es so nicht gibt: Passwort per Mail bestätigen, TAN weitergeben, Zahlung „freischalten“, Zugangsdaten „verifizieren“.
  • Ein Anliegen, das dich gar nicht betrifft: eine Mahnung für eine Bestellung, die du nie aufgegeben hast, oder ein Paket, das du nicht erwartest.

Die zwei Kernregeln

1. Wir fragen dich nie per E-Mail nach deinem Passwort. Kein seriöser Anbieter tut das — weder wir, noch deine Bank, noch PayPal oder Microsoft. Jede Mail, die das verlangt, ist eine Fälschung. Ohne Ausnahme.

2. Wir setzen dich nie unter Zeitdruck, um etwas „wieder freizuschalten“. Sätze wie „innerhalb von 24 Stunden bestätigen, sonst wird Ihr Konto gesperrt“ kommen nicht von uns. Wenn bei uns wirklich etwas ansteht, sagen wir dir, worum es geht, und du hast Zeit — und im Zweifel erreichst du uns telefonisch.

Der Zeitdruck ist kein Beiwerk, sondern das eigentliche Werkzeug: Er soll verhindern, dass du die Adresse prüfst, jemanden fragst oder eine Nacht darüber schläfst. Genau dann lohnt sich das Prüfen am meisten.

Der sichere Weg statt jeder Prüfung

Wenn eine Mail dich zu einer Anmeldung auffordert, klick den Link einfach nicht — auch wenn er echt aussieht. Öffne stattdessen selbst, was du kennst:

Ist die Nachricht echt, findest du das Anliegen auch dort. Ist sie es nicht, hast du nichts verloren. Das kostet zwanzig Sekunden und ersetzt jede Prüfung oben.

Bei uns: Diese eine Mail ist echt

Eine Ausnahme sorgt regelmäßig für Verunsicherung — die Validierungsmail für deine Domain von validierung@domainvalidierung.de. Sie ist echt und muss bestätigt werden, sonst wird die Domain abgeschaltet. Woran du sie erkennst, steht unter Validierungsmail — echt oder Betrug?.

Wenn du schon geklickt oder Daten eingegeben hast

Ruhig bleiben und der Reihe nach vorgehen:

  1. Passwort sofort ändern — für den betroffenen Zugang und überall dort, wo du dasselbe Passwort verwendet hast. → E-Mail-Passwort ändern
  2. Zwei-Faktor-Anmeldung einschalten, wo möglich. → Zugänge absichern
  3. Nach fremden Einstellungen suchen. Angreifer richten gern still eine Weiterleitung ein, um mitzulesen: im cPanel unter E-Mail → Weiterleitungen und E-Mail-Filter, im Kundenportal unter Kontakte. Was du nicht selbst angelegt hast, gehört gelöscht.
  4. Uns Bescheid geben — mit Zeitpunkt, betroffenem Zugang und dem, was passiert ist. Je früher, desto einfacher.
  5. Bei Zahlungsdaten: Bank oder Kreditkartenanbieter informieren und die Karte sperren lassen.

Ein Klicke allein ist meist noch kein Schaden

Wer nur auf den Link geklickt, aber nichts eingegeben hat, ist in aller Regel auf der sicheren Seite. Kritisch wird es beim Eintippen von Zugangsdaten und beim Öffnen von Anhängen. Trotzdem: Passwort ändern ist der billigere Weg als hoffen.

Wenn du unsicher bist

Dann ist das kein Zeichen von Unwissenheit — gute Fälschungen sind genau dafür gemacht. Leite uns die Mail weiter und frag nach. Uns ist eine Nachfrage zu viel deutlich lieber als ein gekapertes Postfach. Damit wir die Herkunft wirklich sehen, schick sie uns bitte als Anhang und nicht als einfache Weiterleitung.

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