Quarantäne, Allowlist und Blocklist¶
Im Spamfilter-Portal bestimmst du selbst, was durchkommt. Diese Seite erklärt die drei Werkzeuge dafür und vor allem, wann du welches nehmen solltest.
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Die drei Werkzeuge im Überblick¶
| Werkzeug | Wofür | Wann nehmen |
|---|---|---|
| Quarantäne | zeigt, was aussortiert wurde | wenn eine bestimmte Nachricht fehlt |
| Allowlist | dieser Absender kommt immer durch | bei wichtigen Absendern, die es wiederholt erwischt |
| Blocklist | dieser Absender wird immer abgewiesen | bei hartnäckigen Störern mit fester Adresse |
Die Reihenfolge ist kein Zufall. Fang immer bei der Quarantäne an. Die anderen beiden sind Dauerlösungen und lohnen sich erst, wenn sich ein Fall wiederholt.
Eine Nachricht aus der Quarantäne holen¶
- Im Portal die Quarantäne öffnen
- Nach dem Absender oder einem Wort aus dem Betreff suchen
- Die Nachricht in der Liste anklicken, dort siehst du auch den Inhalt
- Auf Freigeben klicken
Die Nachricht wird dann ganz normal zugestellt und liegt kurz darauf in deinem Postfach.
Nach Absender suchen, nicht blättern
Die Quarantäne kann viele Einträge enthalten, und die allermeisten davon willst du nie sehen. Blättern führt zu nichts. Such stattdessen gezielt nach der Adresse des Absenders oder nach einem Wort aus dem Betreff, dann hast du es in Sekunden.
Weißt du den genauen Absender nicht, hilft schon der hintere Teil, also etwa sparkasse.de.
Freigeben hilft auch dem Filter
Jede Freigabe ist eine Rückmeldung. Der Filter merkt sich, dass Nachrichten dieser Art erwünscht sind, und lässt Ähnliches künftig eher durch. Deshalb lohnt es sich, wirklich freizugeben, statt beim Absender anzurufen und um erneuten Versand zu bitten.
Einen Absender dauerhaft durchlassen¶
Wenn es denselben Absender immer wieder erwischt, trägst du ihn in die Allowlist ein. Dabei gibt es zwei Arten von Einträgen:
| Eintrag | Wirkung |
|---|---|
name@firma.de |
nur genau diese eine Adresse kommt immer durch |
firma.de |
alle Adressen dieser Firma kommen immer durch |
Nimm im Zweifel die einzelne Adresse. Eine ganze Domain freizugeben ist bequem, hebelt den Schutz für diesen Absender aber vollständig aus.
Was eine Allowlist wirklich bedeutet
Ein Eintrag in der Allowlist schaltet die Prüfung für diesen Absender komplett ab. Auch dann, wenn die Nachricht einen Schädling enthält oder ein offensichtlicher Betrugsversuch ist.
Heikel ist das, weil sich Absenderadressen fälschen lassen. Steht firma.de auf deiner
Allowlist, kann jeder, der diese Adresse als Absender einträgt, ungeprüft bei dir landen.
Und genau das ist eine gängige Masche.
Trag deshalb nur ein, was du wirklich brauchst, und räum die Liste gelegentlich auf. Ein Lieferant von vor fünf Jahren muss dort nicht ewig stehen.
Große Anbieter gehören nicht auf die Allowlist
Setz niemals gmail.com, outlook.com, web.de oder gmx.de auf die Allowlist. Damit
öffnest du nicht einem Absender die Tür, sondern Millionen. Ein erheblicher Teil des Spams
kommt genau von dort, nämlich aus gekaperten Konten.
Betrifft es einen bestimmten Kontakt bei einem dieser Anbieter, trag seine vollständige Adresse ein, niemals die Domain.
Einen Absender dauerhaft blockieren¶
Die Blocklist ist das Gegenstück. Nachrichten dieses Absenders werden abgewiesen und tauchen nicht einmal mehr in der Quarantäne auf.
Ehrlicherweise: Sie hilft seltener, als man denkt. Wer Spam verschickt, wechselt die Absenderadresse ständig, oft bei jeder einzelnen Nachricht. Du blockierst dann eine Adresse, die ohnehin nie wieder verwendet wird.
Wofür sie sich trotzdem lohnt:
- ein Newsletter, den du nicht loswirst und dessen Absender gleich bleibt
- ein einzelner Störer mit fester Adresse
- eine ganze Domain, mit der du grundsätzlich nichts zu tun haben willst
Wofür sie nichts taugt: gegen Spam im Allgemeinen. Dagegen arbeitet der Filter selbst, und zwar besser, als du es mit einer Liste je könntest.
Blockier nicht deine eigene Domain
Es klingt abwegig, kommt aber vor: Wer viel Spam mit gefälschtem eigenem Absender bekommt, kommt schnell auf die Idee, die eigene Domain zu blockieren. Damit sperrst du dich selbst aus, denn auch die Nachrichten deiner Kollegen laufen darüber.
Gegen gefälschte Absender hilft etwas anderes. → Da verschickt jemand Spam mit meiner Adresse
Wie weit die Einstellungen reichen¶
Die Listen gelten normalerweise für die ganze Domain, also für alle Postfächer darin. Was eine Person einträgt, wirkt auch für die Kollegen.
Das ist praktisch, solange eine Person den Filter betreut. Es wird unpraktisch, wenn jeder eigene Vorstellungen hat. Dann lassen sich auch eigene Zugänge je Postfach einrichten, sodass jeder nur seine eigene Quarantäne sieht. Schreib uns kurz, wenn das für dich passt.
Wenn eine Nachricht gar nicht in der Quarantäne auftaucht¶
Dann wurde sie nicht aussortiert, sondern ist entweder nie angekommen oder woanders gelandet. Die Suche geht dann anders weiter. → Eine erwartete E-Mail fehlt