Verzeichnis mit Passwort schützen¶
Manchmal soll ein Bereich der Website nicht öffentlich sein: eine Seite im Aufbau, ein interner Downloadbereich, eine Testinstallation. Dafür genügt ein Passwortschutz auf Verzeichnisebene — der Browser fragt dann nach Benutzername und Passwort, bevor überhaupt etwas geladen wird.
So geht’s¶
- cPanel öffnen — wie das geht
- Im Bereich Dateien auf Schutz für Verzeichnis, auf Englisch Directory Privacy
- Zum gewünschten Ordner navigieren und ihn anklicken
- Diesen Ordner mit einem Kennwort schützen aktivieren und einen Namen für den geschützten Bereich vergeben
- Darunter einen Benutzer mit Passwort anlegen — ohne diesen Schritt ist der Schutz aktiv, aber niemand kommt hinein
Bei WordPress: eine Zeile in der .htaccess anpassen¶
WordPress leitet alle Anfragen auf seine index.php um. Dadurch greift der Passwortschutz
nicht richtig — die Seite erscheint trotzdem. Abhilfe: In der .htaccess im
WordPress-Verzeichnis diese Zeile
RewriteRule . /index.php [L]
ändern in
RewriteRule ./ /index.php [L]
Also nur einen Schrägstrich nach dem Punkt ergänzen. Danach fragt der Browser wie erwartet nach den Zugangsdaten.
Vorher eine Kopie der .htaccess anlegen
Ein Tippfehler in dieser Datei legt die ganze Website mit Fehler 500 lahm. Im Dateimanager vor der Änderung eine Kopie anlegen — dann ist der Rückweg gesichert.
Was der Schutz leistet — und was nicht¶
- Er hält Suchmaschinen und neugierige Besucher zuverlässig fern. Für „soll noch niemand sehen“ ist er genau richtig.
- Er ersetzt keine Zugriffssteuerung für sensible Daten. Alle Nutzer teilen sich dasselbe Passwort, es gibt keine Protokollierung und keine Rechte je Person.
- Direktzugriffe auf Dateien in Unterordnern sind mit geschützt — anders als bei einer Sperre, die nur im CMS greift.
Für Experten
cPanel legt dafür eine .htaccess mit AuthType Basic und eine .htpasswd außerhalb des
Webverzeichnisses an. Das Passwort geht bei jedem Aufruf mit — nutze den Schutz deshalb
ausschließlich auf https://-Seiten.
Wenn eine Sperre nach dem Entfernen weiterwirkt: Der Browser merkt sich die Anmeldung bis zum Schließen aller Fenster. Zum Prüfen ein privates Fenster verwenden.
