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Weiterführend: Wo finde ich was? · Ich habe keinen Zugang · Zugänge absichern

WordPress zeigt eine weiße Seite oder Fehler 500

Das sieht nach Totalschaden aus, ist aber fast immer harmlos und in wenigen Minuten behoben. In den allermeisten Fällen hat sich ein Plugin oder ein Theme verschluckt.

Deine Daten sind dabei nicht weg. Beiträge, Bilder und Einstellungen liegen unberührt in der Datenbank. Es fehlt nur der Weg, sie anzuzeigen.

Die erste Frage: Kommst du noch ins Backend?

Situation Was zu tun ist
Du kommst noch in die Verwaltung Plugins dort einzeln abschalten, siehe Weg 1
Auch die Verwaltung ist weiß Über den Dateimanager abschalten, siehe Weg 2

Probier zuerst, ob https://deine-domain.de/wp-admin noch lädt.

Kam der Fehler direkt nach einer Änderung?

Dann hast du die Ursache schon. Ein Update, ein neues Plugin, ein Themewechsel oder eine geänderte PHP-Version, meist ist es das Letzte, was jemand angefasst hat.

Mach diesen Schritt als Erstes rückgängig, bevor du weiter suchst.

Weg 1: Über die Verwaltung

  1. Unter Plugins alle deaktivieren
  2. Prüfen, ob die Seite wieder läuft
  3. Die Plugins einzeln wieder einschalten und nach jedem die Seite neu laden
  4. Bei welchem es bricht, das ist dein Übeltäter

Läuft die Seite auch ohne Plugins nicht, liegt es am Theme. Wechsel testweise auf eines der Standard-Themes von WordPress.

Weg 2: Über den Dateimanager

Wenn gar nichts mehr geht, schaltest du die Plugins von außen ab.

  1. Im cPanel den Dateimanager öffnen
  2. Zum Ordner wp-content deiner Installation navigieren
  3. Den Ordner plugins umbenennen, etwa in plugins-aus
  4. Die Seite aufrufen

Läuft sie wieder, war es ein Plugin. Benenn den Ordner zurück in plugins, dann sind alle deaktiviert, und du kannst sie in der Verwaltung einzeln wieder einschalten.

Nichts löschen, nur umbenennen

Umbenennen ist jederzeit umkehrbar, Löschen nicht. Wenn du den Ordner löschst, sind auch die Einstellungen der Plugins verloren, und du richtest alles neu ein.

Die Fehlermeldung sichtbar machen

Eine weiße Seite verrät nichts. WordPress kann dir aber sagen, woran es scheitert — dafür gibt es den Debug-Modus. In der Datei wp-config.php diese Zeile suchen:

define('WP_DEBUG', false);

und false in true ändern. Beim nächsten Aufruf steht die eigentliche Fehlermeldung im Browser — meist mit Dateiname und Zeilennummer, und damit dem Namen des verantwortlichen Plugins oder Themes.

Danach wieder ausschalten

Im Debug-Modus sieht jeder Besucher die Fehlermeldungen, inklusive Serverpfaden. Sobald du die Ursache kennst: zurück auf false. Wer länger mitlesen will, schreibt die Meldungen lieber in eine Datei statt auf die Seite. Siehe Experten-Kasten unten.

Für Experten: Debugging-Kurzcheck
  • wp-config.php:
  • define('WP_DEBUG', true);
  • define('WP_DEBUG_LOG', true);
  • define('WP_DEBUG_DISPLAY', false);
  • Log ansehen: wp-content/debug.log
  • Auch hilfreich: Error-Logs im Hosting (cPanel → „Errors“/„Error Log“)

Wenn es weder Plugin noch Theme ist

Die PHP-Version passt nicht. Wurde sie kürzlich geändert, stell sie testweise zurück. Ältere Plugins kommen mit neuen Versionen manchmal nicht zurecht. → PHP-Version ändern

Der Speicher ist voll. Ist der Webspace zu 100 Prozent belegt, kann WordPress nicht einmal mehr eine Fehlermeldung schreiben. Sieh im cPanel rechts in der Übersicht nach.

Die Datenbankverbindung fehlt. Dann steht meist ausdrücklich „Fehler beim Aufbau der Datenbankverbindung" auf der Seite. → Wie heißt der Datenbankserver?

Nichts davon hilft. Dann spiel die letzte Sicherung ein, das ist oft schneller als weiter zu suchen. → Sicherung wiederherstellen

Damit es nicht wieder passiert

Der wirksamste Schutz ist unspektakulär: Automatische Updates einschalten. Wer Monate überspringt und dann alles auf einmal aktualisiert, hat genau solche Ausfälle. Kleine, häufige Updates gehen dagegen fast immer glatt.

Und bei größeren Änderungen: erst in einer Kopie testen. Der ScriptInstaller kann deine Installation dafür klonen. → Installation klonen

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