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Weiterführend: Wo finde ich was? · Ich habe keinen Zugang · Zugänge absichern

Performance: warum ist meine WordPress-Seite langsam?

Langsame Seiten haben fast immer eine konkrete Ursache – meistens lässt sich das mit ein paar Checks einkreisen.

Kurzcheck

  1. Nur WordPress langsam oder alles?
  2. Wenn auch das cPanel langsam ist: oft Netzwerk/Client.
  3. Wenn nur die Website langsam ist: meistens Plugin/Theme/DB.

  4. Tritt es immer auf oder nur zu bestimmten Zeiten?

  5. nur zu bestimmten Zeiten: häufig Cronjobs/Backups oder externe APIs.

  6. Ist es der Admin-Bereich oder die Besucher-Seite?

Erst messen, dann optimieren

Bevor du Plugins installierst oder Einstellungen änderst: Miss nach, wo es überhaupt klemmt. Sonst optimierst du eine halbe Stunde am falschen Ende, während ein einziges zu großes Bild die eigentliche Bremse ist.

Ohne dass Daten das Haus verlassen

Der sauberste Weg steckt schon in deinem Browser. In Chrome oder Edge drückst du auf deiner Seite F12, wechselst zum Reiter Lighthouse und startest die Analyse. Die Messung läuft vollständig auf deinem Rechner, es wird nichts an Dritte übertragen, und du bekommst dieselbe Bewertung wie bei den bekannten Onlinediensten samt konkreter Verbesserungsvorschläge.

Das ist zugleich die datenschutzfreundlichste Variante, weil weder deine Adresse noch Messdaten irgendwo hingeschickt werden.

Onlinedienste

Dienst Anmerkung
PageSpeed Insights Googles Werkzeug, sehr verbreitet und ausführlich. Deine Adresse wird dabei an Google übermittelt, die Seite selbst wird von dort aufgerufen.
Yellow Lab Tools Quelloffen und in Europa betrieben, mit sehr detaillierten Hinweisen zu Skripten und Stilvorlagen.
sitespeed.io Quelloffen und selbst betreibbar, für alle, die regelmäßig und automatisiert messen wollen.

Zur Datenschutzfrage

Bei einer Messung übermittelst du die Adresse deiner öffentlichen Website, keine Besucherdaten. Das ist etwas anderes, als ein fremdes Skript dauerhaft in die eigene Seite einzubinden. Wer es trotzdem vermeiden möchte, nimmt die Messung im Browser.

Ganz anders sieht es aus, wenn Analysewerkzeuge fest eingebunden werden und bei jedem Besuch mitlaufen. Dafür braucht es eine Einwilligung, und das ist ein eigenes Thema. Siehe Google Fonts für ein verwandtes Beispiel.

Worauf du beim Ergebnis achtest

  • Die Note ist nicht das Ziel. Hundert Punkte zu erreichen ist selten sinnvoll. Es geht darum, die zwei oder drei größten Bremsen zu finden.
  • Bilder stehen fast immer ganz oben. Wenn der Bericht Bildgrößen bemängelt, fang dort an.
  • Miss noch einmal nach jeder Änderung. Nur so weißt du, ob sie etwas gebracht hat.
  • Miss auch die mobile Ansicht. Die meisten Besucher kommen vom Handy, und dort wirkt sich jede Verzögerung stärker aus.

Häufige Ursachen (und was du tun kannst)

Kein Zwischenspeicher eingerichtet

Der mit Abstand größte Hebel, und der am häufigsten fehlende.

Was ohne Zwischenspeicher passiert: Bei jedem einzelnen Aufruf fragt WordPress die Datenbank ab, lädt alle aktiven Plugins und das Theme und setzt daraus die Seite neu zusammen. Dann schickt es das Ergebnis an den Besucher und wirft es weg. Beim nächsten Besucher beginnt dasselbe von vorn, mit genau demselben Ergebnis.

Mit Zwischenspeicher passiert das einmal. Die fertige Seite wird abgelegt und danach direkt ausgeliefert. Deshalb bringt dieser eine Schritt meist mehr als alles andere zusammen.

Zwei Regeln dazu:

  • Genau ein Cache-Plugin. Zwei gleichzeitig behindern sich und erzeugen Fehler, die schwer zu finden sind, weil mal die eine und mal die andere Fassung ausgeliefert wird.
  • Nach jeder Änderung an der Seite den Zwischenspeicher leeren, sonst siehst du weiter den alten Stand und suchst den Fehler an der falschen Stelle.

Das Prinzip dahinter, für alle die es genauer wissen wollen

Was sich nicht ändert, muss nicht jedes Mal neu berechnet werden. Statische Inhalte statisch ausliefern, statt sie bei jedem Aufruf durch einen Interpreter zu jagen. Das ist keine WordPress-Weisheit, sondern so alt wie das Web selbst.

Der Preis dynamischer Systeme ist genau dieser: Sie bauen jede Seite neu, auch wenn sich seit Monaten nichts geändert hat. Bequem in der Pflege, teuer im Betrieb. Der Zwischenspeicher holt beides zurück, bequeme Pflege im Backend und statische Auslieferung nach außen.

Neu berechnet werden muss ohnehin nur, was sich wirklich ändert, etwa ein Warenkorb oder ein angemeldeter Benutzerbereich. Gute Cache-Plugins nehmen genau diese Bereiche automatisch aus.

Und die unbequeme Frage gleich hinterher: Wenn deine Seite aus fünf Unterseiten besteht, die sich einmal im Jahr ändern, braucht es dann überhaupt ein System, das sie bei jedem Aufruf neu zusammensetzt? Manchmal ist die schnellste Website die, die nie eine Datenbank gesehen hat.

Zu viele Plugins / schwere Plugins

  • Deaktiviere testweise 1–2 „verdächtige“ Plugins (Cache, Security, Page-Builder) und teste.
  • Wenn es danach schneller wird, hast du den Kandidaten.

Bilder zu groß

  • Große Bilder sind der Klassiker.
  • Bilder vor dem Upload verkleinern/komprimieren.

Datenbank wächst (Revisionen, Transients)

  • Viele Revisionen/Transients können bremsen.
  • Wenn du ein Optimierungs-Plugin nutzt: vorsichtig und mit Backup.

PHP-Version sehr alt

Kommt deine Seite von einer alten Version, etwa aus der 5er- oder frühen 7er-Reihe, bringt der Wechsel spürbar etwas. Zwischen zwei aktuellen Versionen ist der Unterschied dagegen klein, da solltest du dir nicht zu viel erwarten.

Aktuell halten solltest du sie trotzdem, denn alte Versionen bekommen keine Sicherheitsupdates mehr. Der Geschwindigkeitsgewinn ist dabei die Zugabe, nicht der Hauptgrund. → PHP-Version ändern

Der interne WordPress-Zeitplan (WP-Cron)

WordPress erledigt geplante Aufgaben nicht zeitgesteuert, sondern beim Seitenaufruf. Auf Seiten mit wenig Besuchern staut sich das auf: Der nächste Besucher wartet dann, bis alle liegengebliebenen Aufgaben abgearbeitet sind — spürbar als plötzliche Verzögerung ohne erkennbaren Grund.

Die Lösung ist, das umzustellen auf einen echten Zeitplan — Anleitung unter WP-Cron: geplante Jobs laufen nicht.

Persistenter Object Cache

Immer wieder empfehlen Analyse-Plugins einen „persistenten Object Cache“ (Redis, Memcached). Der ist in den Webhosting-Tarifen nicht enthalten — und in aller Regel auch nicht nötig. Die Punkte oben bringen deutlich mehr, mit weniger Aufwand.

Was du stattdessen prüfen kannst: ob die PHP-Erweiterungen OPcache und APCu aktiv sind. Beide findest du unter PHP-Version wählen → Erweiterungenso geht’s.

Weiterlesen

Fünf konkrete Maßnahmen mit Erklärung haben wir im Blog zusammengestellt: 5 Tipps zum Beschleunigen deiner WordPress-Seite

Wenn die Seite gar nicht mehr lädt

Dann ist es eher ein Fehler als „nur langsam“:

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