|

Phishing-Warnung: Gefälschte cPanel-Mails zum Domain-Ablauf

Seit dem 10. August 2026 sind gefälschte E-Mails im Umlauf, die im Namen von cPanel vor dem angeblichen Ablauf einer Domain warnen. Die Nachrichten sehen professionell aus und verwenden Logo und Farben von cPanel. Sie stammen nicht von uns und nicht von cPanel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Was: Gefälschte Mail im Namen von cPanel, Betreff meist „Neue Nachricht“, Behauptung: Ihre Domain laufe am 13. August 2026 ab.
  • Absender: Adressen auf telenec.de, zum Beispiel cpanel.support@telenec.de oder cpanel.lnfo1@telenec.de. Im Wort „lnfo“ steht ein kleines L statt einem i.
  • Ziel: Der Link führt auf eine nachgebaute Zahlungsseite. Abgegriffen werden Zahlungsdaten und Zugangsdaten.
  • Zu tun: Nicht klicken, Mail löschen. Wenn Sie bereits Daten eingegeben haben, lassen Sie Ihre Karte bei der Bank sperren und ändern Sie die eingegebenen Passwörter.
  • Wichtig: Es gab keinen Einbruch bei uns. Ihre Daten auf unseren Servern sind davon nicht betroffen.

Was in der Mail steht

Der Text behauptet, Ihre Domain laufe am 13. August 2026 ab. Wenn Sie nicht verlängern, würden Domain und E-Mail-Postfächer abgeschaltet. Darunter steht ein Link mit der Aufforderung, die Domain jetzt zu erneuern.

Wer auf den Link klickt, landet auf einer nachgebauten Zahlungsseite. Ziel der Täter sind Zahlungsdaten und Zugangsdaten.

Screenshot der gefälschten cPanel-Mail mit der Behauptung, die Domain laufe am 13. August 2026 ab
So sieht die gefälschte Mail aus. Achten Sie auf den Absender und den erfundenen Firmennamen im Fußbereich.

Woran Sie die Fälschung erkennen

Die Absenderadresse endet auf telenec.de und lautet zum Beispiel cpanel.support@telenec.de oder cpanel.lnfo1@telenec.de. Achten Sie auf die Schreibweise: Im Wort „lnfo“ steht ein kleines L statt einem i. Solche Vertauschungen sind ein typisches Merkmal von Phishing.

Im Fußbereich der Mail wird eine „cPanel Service GmbH & Co. KG“ mit einer Anschrift in Espelkamp genannt. Diese Firma gibt es nicht. cPanel ist ein US-amerikanisches Unternehmen mit Sitz in Houston und schreibt Endkunden grundsätzlich nicht wegen Domainverlängerungen an.

Der wichtigste Punkt ist aber ein anderer: Ihre Domains laufen bei uns und werden über uns verlängert. Rechnungen und Hinweise zu Ihren Domains bekommen Sie ausschließlich von der Serverprofis GmbH, mit Absenderadressen unserer eigenen Domains. Eine echte Ablaufwarnung enthält immer Ihre konkrete Domain, Ihre Kundennummer und einen Verweis auf Ihren Vertrag. Die gefälschte Mail nennt keine einzige dieser Angaben.

Was Sie tun sollten

Klicken Sie den Link nicht an und löschen Sie die Nachricht. Es genügt, die Mail zu ignorieren.

Falls Sie bereits geklickt und Daten eingegeben haben, handeln Sie zügig. Sperren Sie die verwendete Kreditkarte über Ihre Bank oder den Kartenanbieter. Ändern Sie das Passwort, das Sie eingegeben haben, und zwar überall dort, wo Sie es noch verwenden. Melden Sie sich anschließend bei uns unter hotline@serverprofis.net, damit wir Ihren Account gemeinsam prüfen können.

Wenn Sie unsicher sind, ob eine Nachricht echt ist, rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns. Wir sagen Ihnen innerhalb kurzer Zeit, ob die Mail von uns stammt.

Was wir unternommen haben

Wir haben die Herkunft der Welle untersucht. Versendet wurde über einen fremden Mailserver, dessen Postfach von Angreifern übernommen wurde. Wir haben die betreffende Absenderdomain auf allen unseren Servern für den Empfang gesperrt, sodass weitere Nachrichten dieser Art nicht mehr zugestellt werden. Den Betreiber des missbrauchten Mailservers haben wir informiert.

Ein Hinweis zur Einordnung: Diese Mails sind nicht das Ergebnis eines Einbruchs bei uns. Ihre Daten auf unseren Servern sind davon nicht betroffen. Die Täter versenden solche Wellen breit gestreut an Adressen, die sie im Netz oder aus Domaindaten gesammelt haben.

Warum solche Mails durch Spamfilter kommen

Diese Kampagne war technisch geschickt gemacht. Der Versand lief über einen an sich seriösen Mailserver mit sauberem Ruf. Der Link in der Mail war zusätzlich über einen Kurzlinkdienst getarnt, der von Filtern grundsätzlich als vertrauenswürdig eingestuft wird. Für automatische Spamerkennung sah die Nachricht damit unauffällig aus.

Genau deshalb bleibt Ihr eigener Blick das wirksamste Mittel. Prüfen Sie bei jeder Zahlungsaufforderung, ob Absender und Anliegen zu einem Vertrag passen, den Sie tatsächlich haben. Setzen Sie sich im Zweifel direkt mit dem angeblichen Absender in Verbindung, aber nutzen Sie dafür nie die Kontaktdaten aus der verdächtigen Mail.

Weitere Antworten auf häufige Fragen finden Sie in unserem FAQ-Bereich.

Ähnliche Beiträge